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ITALIENREISE NACH MONOPOLI
"La Dolce Vita" - vom 14. – 26. Oktober 2007 machten wir unsere tolle Italienrundreise. Dank Mario und Ruth, welche die Reise perfekt geplant und auch durchgeführt haben, konnten wir schöne Eindrücke von Italien sammeln. Auf diesem Wege, nochmals ein herzliches Dankeschön an Mario und Ruth! Auf unserer Reise konnten wir das "typische Italien" kennenlernen, wie zum Beispiel das Land, die Leute, das Essen, die Kultur usw. Hier könnt ihr euch einen kleinen Eindruck vom Land Italien verschaffen. Vielen Dank an Ruth für das nette Reisetagebuch.
14. Oktober - Abfahrt von Bremgarten
Punkt 7.20h starteten wir voller Vorfreude in unserem Luxusmobil Richtung Süden. Unser Privatchauffeur Roli fuhr uns souverän der ersten Etappe im Norden der Toskana entgegen. Nach einem Kaffeehalt und Schokoladeneinkauf von Carla in Bellinzona konnten wir bald einmal italienische Luft schnuppern. Unser Grüppchen freute sich aber schon auf den ersten Capuccino auf der Autostrada! Die Autobahn führte uns über den Cisapass Aulla entgegen, wo wir unser erstes Gelato auf der Zunge zergehen liessen. Nach einer Ehrenrunde erreichten wir Francesca und Christian in Folegnano. Schon konnten wir die italienische Gastfreundschaft bei Apéro und Nachtessen mit verschiedenen Weinen genießen. Hubert machte sogar seine erste Bekanntschaft mit Tintenfisch! Schedles und Friedls gastierten im „al vecchio tino“ und wir Todiscos im kleinen Paradies von Francesca und Christian. Nochmals ganz herzlichen Dank an Buols für die grosszügige Einladung und die eindrückliche Fahrt zu ihrer „Masseria“.
15. Oktober
Um 8.45h ging’s gemütlich nach Lucca. Die Fahrt in der Lunigiana mit den mehr oder weniger sanften Hügeln, sogar ein kleines Matterhorn beeindruckte uns, machte uns allen klar, dass Italien nicht nur aus der Poebene besteht. Unser Profiradler schoss einige Fotos und erfreute sich an den steigenden und neigenden Kurven. Nach einer dreistündigen Besichtigung der toskanischen Stadt Lucca fuhren wir unserem zweiten Ziel entgegen. Wahrlich eindrücklich wie Civita di Bagnoregio auf dem stark von Erosion bedrohten Hügel thront. Eindrücklich war auch unsere Herberge! Vor allem die Vorhangstangenringe und die antiken, wurmstichigen Holzbalken hatten es Roli und Andi angetan. Wir waren die einzigen Gäste und genossen unser Abendessen in besonderer Atmosphäre. S’Frühstück war a l’italiana, dafür waren alle unsere Getränke vom Vorabend im Preis inbegriffen.
16. Oktober
Unsere Abfahrt verschob sich immer etwas nach hinten! Um 9.00h stiegen wir in unseren Bus. Auf einer sehr natürlichen Landstrasse fuhren wir abenteuerlich durch Wiesen, Äcker und Weinreben Orvieto entgegen. Schon bald war wieder eine unserer obligaten Capuccino-Pausen fällig. Unser Reisleiter führte uns dann direkt nach Pompeii. Andi’s Fotokamera wurde hier reichlich beansprucht, was nur allzu verständlich war. Diese Stadt versetzte uns in Staunen und wir konnten uns bildlich das Treiben vor rund 2000 Jahren vorstellen. Auch bleibt uns Mario’s Parkplatzverhandlung in reger Erinnerung und Roli wird bestimmt noch einige Male an das neapolitanische Verkehrschaos zurückdenken! Anschliessend liessen wir die amalfitanische Küste mit dem azurblauen Meer, den steilen Kliffen, grüngelben Zitronenbäumen und verträumten Buchten auf uns einwirken. Am nächtlichen Strand von Positano labten wir uns mit Wein, Meeresfrüchten (wer wohl?) Pasta und Gelati. Den lauen Abend beendeten wir auf dem Hotelzimmerbalkon bei einem Becherchen Limoncello! Auch wir Frauen prosteten mit.
17. Oktober
Eine wunderschöne Fahrt erwartete uns bis nach Salerno. Dank einem „Vorfahrer“ (Bus) waren die vielen engen Kurven mit den unzähligen Spiegeln fast ein Vergnügen! Wieder auf der Autostrada durchquerten wir den südlichen Apennin. Auf einer holprigen „Abkürzung“ durchs WWF Naturschutzgebiet am See von Miglionico entlang, erreichten wir den Agriturismo San Giuliano. Nonna Chito, wie immer sehr beschäftigt, begrüsste uns herzlich. Am Abend überraschte uns Sohn Pasquale mit einem fürstlichen Essen. Er entpuppte sich als Weinliebhaber und kulinarischer Experte. Dank gemeinsamen Interessen und Fachsimpeleien offerierte er uns einen speziellen Prosecco und Wein, was wir mit einer Tafel Schweizer Schokolade verdankten…. Andi machte hier die erste Bekanntschaft mit einer Kaktusfrüchte und dem italienschen Treiben auf dem Dorfplatz. Natürlich statteten wir dem Unesco Weltkulturerbe Matera auch einen Besuch ab. Die Höhlenwohnungen welche noch bis vor 50 Jahren bewohnt wurden beeindruckten auch uns.
18. Oktober
Start um 9.00h nach Santa Maria di Leuca, dem südlichsten Punkt von Apulien. Gallipoli war uns einen Besuch und ein Gelato wert. Allerdings behagte der Fischgeruch am Hafen nicht allen Reiseteilnehmern. Die unendlichen Olivenbäume auf dem Lande imponierten umso mehr. Soweit das Auge reichte erfreuten sie uns. Um 15.30h kamen wir im feudalen Hotel Montecallini an. Wir genossen den Apéro am Meer. Hier wurde die „rock und lento“ Erklärung von Mario am Beispiel von Carla und Andi bildlich dargestellt, was für einem kleinen humorvollen Aufruhr sorgte….. Diese zwei Wörtchen begleiteten uns nun auf der ganzen Reise! Vom Strand bis zum Hotel konnten wir auch auf treue Hundebegleitung zählen. Am Abend dinierten wir dann bei „Mimi“ einem Gambero Rosso Koch (ital. Guide Michelin).
19. Oktober
Der steinigen, urchigen Küste entlang fuhren wir gegen Otranto. Ein eisig kalter Wind begleitete uns bei der Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Städtchens. Der Dom, mit den von türkischen Überfällen stammenden Skeletten, mit der von vielen Säulen bestückten Krypta, mit dem reich verzierten Mosaikboden, beeindruckte uns sehr. In Lecce lernten wir den „Barocco Leccese“ kennen. Auf dem Platz vor dem Dom gab’s dann wieder eine ausführliche Fotosession. Anschliessend fuhren wir endlich unserem eigentlichen Ziel entgegen. Monopoli begrüsste uns mit einer Kilometer langen, schwarzen Rauchsäule. Ein grosses Plastiklager brannte lichterloh und die Bevölkerung wurde aufgefordert, die Fenster zu schliessen und zu Hause zu bleiben. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass keine akute Gefahr drohte. Unser erstes Nachtessen genossen wir in der „Osteria Pericci“. Zuerst jedoch „verführte“ uns die foccacia vom Forno Santa Caterina und anschliessend ein Apéro im Café Venezia!
20. Oktober
Um 7.00h war Tagwach, denn wir holten Ursula vom Flughafen in Bari ab. Endlich waren wir vollzählig! Sofort ging’s dann nach Alberobello, der Trulli-Stadt. Leider fingen nun die Wetterkapriolen an, was unserer guten Laune jedoch nichts anhaben konnte. Am Abend entführten uns dann Mario+Mimma in die Tenuta Chianchizzia (mit der Olivenpresse). Die vielen, einheimischen Antipasti und die Orecchiette liessen unsere Herzen höher schlagen. Ganz besonders Ursula genoss die apulischen Köstlichkeiten. Der harte Kern unserer Gruppe, d.h. Andi, Mario und Ruth liessen den Abend in einem gemütlichen Altstadtlokal, Andi mit Blick auf süditalienische Schönheiten, bei einem Cocktail ausklingen.
21. Oktober
Da Regen heute unser stetiger Begleiter war, stiegen wir in die Unterwelt und besuchten die Grotten von Castellana. Eindrückliche Stalagmiten und Stalaktiten und Jahrtausende alte Gebilde liessen uns erstaunen. Nachher wärmten wir uns in der besten Gelateria von Italien in Polignano mit einer dickflüssigen heissen Schokolade auf. Ruth genehmigte sich dazu noch ein gelato con panna! Am Abend stieg dann eine Pizzaparty in der „Porta Vecchia“ mit anschliessender Spielrunde. Roli’s Armaturen-Club wurde an diesem Sonntag geboren.
22. Oktober
Regenfrei konnten wir Ostuni besichtigen. Der Apéro auf dem Hauptplatz machte den Auftakt. Das weisse Städtchen zeigte sich von der schönsten Seite. Auf der Fahrt zum Meer fotografierten wir die einzigartigen Olivenbäume. Unsere dick verschmutzten Schuhe nahmen wir gerne in Kauf. An den Gestaden des Meeres assen wir unser „spuntino“. Die Gischt schäumte, die Sonne warf ihr Licht auf das Wasser, der Wind brach die Wellen, alle unangenehmen Gedanken verflogen, Freiheit und Sorglosigkeit umhüllte uns. Am Abend speisten wir im „Sagittario“. Den Tag beendeten wir mit einem nächtlichen Stadtbummel durch Polignano.
23. Oktober
 Während Mario den obligaten Coiffeurbesuch abstattete und die anderen Herren einen gezwungener massen ausgiebigen Capuccino genehmigten, schlenderten die Damen durch den Markt. Alle wurden irgendwie fündig. Sogar „gmärtet“ haben wir. Ein Abstecher zur Masseria Conchia lohnte sich sehr. Wieder wurden Olivenbäume geknipst. Am Hafen konnten wir dann noch die Ankunft der Fischerboote miterleben. Zum Apéro gab’s dieses Mal „dolci“! Unseren letzten Abend in Monopoli verbrachten wir mit Maria und Franco.
24. Oktober
Schon mussten wir Abschied nehmen. Unsere Heimreise führte uns zuerst zu Padre Pio nach San Giovanni Rotondo. Die moderne Kathedrale von Renzo Piano beeindruck durch ihre Grösse, Schlichtheit, Grosszügigkeit, Rundbögen und Einzigartigkeit. Ein architektonisches Glanzstück. Die vielen Kurven bei der Überquerung des Gargano hinterliessen bei den Passagieren keine namhaften Spuren. Mit Schokolade, Guetzli oder Taralli lenkten wir unsere Mägen ab. Unser Hotel in Peschici lag am Meer, was einen beachtlichen Aufstieg zum Dorf bedeutete. Wir liessen es uns aber nicht nehmen, die vielen Stufen zweimal zu erklimmen, denn Capuccino-time und Abendessen lagen ja etwas weit auseinander! In der „Osteria da Mario“ machten wir Bekanntschaft mit den „Eisfrüchten“ und dem Lakritzenlikör.
25. Oktober
 Nach einem Abstecher nach Loreto, wo wir den imposanten Dom mit der schwarzen Madonna besuchten, erreichten wir unser letztes Ziel. Corinaldo. Im kleinen mittelalterlichen Städtchen hausten wir in historischem Gemäuer. Beim kurzen Stadtrundgang stiessen wir überall auf Helloween Gestalten. Leider hat dieser amerikanische Brauch auch hier schon Einzug gehalten. Das letzte Abendessen genossen wir noch nach italienischer Sitte.
26. Oktober
Abfahrt um 9.20h, 680 km Autofahrt lagen vor uns. Roli chauffierte uns trotz Regen und Nebel sicher und entspannt nach Hause. Um 17.00h hielten wir Einzug in Bremgarten. Bei den Birchers gab’s ein feines Fondue zum Abendessen. Unser kleines, eingespieltes und gemütliches Grüppchen löste sich am nächsten Tag wieder auf. Voll mit neuen Eindrücken und Erlebnissen wenden wir uns nun wieder dem Alltag zu. In der Bildergalerie könnt Ihr euch einen Überblick verschaffen.
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